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1. Warum eigentlich zum Tierheilpraktiker, mein Tierarzt macht auch Homöopathie oder Akupunktur ? Grundsatz aller naturheilkundlichen Therapien ist die Gesamtbetrachtung des Lebewesens in allen Merkmalen. Es gibt sicherlich auch Tierärzte, welche sich ausreichend Zeit nehmen und den Grundsätzen klassischer Homöopathie sowie anderer alternativer Therapien nachkommen. Jedoch ist es leider oft so, dass nach sogenannten " Bewährten Indikationen" gearbeitet wird, d.h. nach Vorgaben, welche teilweise zum Therapieerfolg bei früher behandelten Tieren führten. Dies ist nicht im Sinne eines individuellen, auf das einzelne Tier abgestimmte Behandeln. Da durch dieses "pauschalisierte" Vorgehen mitunter auch Belastungen für das Tier hervorgerufen werden, nämlich dann wenn das bewährte Mittel eben nicht das entsprechende ist, kann eine solche Herangehensweise oft nicht zur optimalen oder gar keinen Heilung führen. Ebenso verhält es sich mit dem Einsatz von Komplexmitteln in der Homöopathie, bei denen mehrere Mittel, welche auf ein bestimmtes Symptom passen könnten, vermischt und verabreicht werden. Man vergisst hier schlicht die Grundsätze klassischer Homöopathie, bei denen sich Mittel untereinander auch schwächen und sogar auslöschen können. Somit also keinerlei Heilungsreiz bewirken. Leider oft auch bei einigen Tierärzten oder Tierheilpraktikern so angewandt. 2. Wieso ist die Behandlung denn so teuer beim Tierheilpraktiker ? Das ist sie sicherlich nicht. Betrachtet man den Zeitaufwand, welcher abhängig vom Tier und der Erkrankung zwischen 90 und 240 Minuten liegt ist der Kostenfaktor eher gering. Abgesehen davon das meist benötigte schulmedizinische Arzneimittel auf Dauer eingespart werden können und z.b. homöopathische Mittel einmalig zwischen 6 und 15 Euro kosten, ist in der Gesamtrechnung die alternative Behandlung mit Homöopathie und Akupunktur weitaus günstiger. Bei einer Folgebehandlung ist der Kostenansatz sogar noch geringer als bei der Erstanamnese. 3. Was ist der Unterschied zur schulmedizinischen Behandlung ? Zunächst in dem bei richtigen Gebrauch fast nebenwirkungsfreien Einsatz der alternativen Therapiemethoden und Arzneimittel. Im Unterschied zur schulmedizinischen Arzneitherapie werden die Krankheitssymptome nicht unterdrückt, d.h. sie können auch dauerhaft verschwinden. Das die Krankheiten in der Schulmedizin teils wieder an anderer Stelle oder in anderer Form auftreten kennt man bereits z.B. bei an Neurodermitis erkrankten Kindern, wo nach Einsatz von unterdrückenden Medikamenten im späteren Lebensalter gehäuft Asthmaerkrankungen auftreten. In der alternativen Behandlung mit Homöopathika oder Akupunktur wird das Leiden an der Wurzel behandelt, denn die Symptome welche der Körper bildet sind nur Alarmsignale die dazu dienen uns zu zeigen, dass etwas nicht stimmt. Fahrlässig wäre allerdings bei Notfällen, sich ausbreitenden Infektionskrankheiten und in der Chirurgie auf die Schulmedizin zu verzichten. Zuletzt muss man als Vorteil der Naturheilkunde natürlich den kostensparenden Einsatz erwähnen. Ich möchte darauf hinweisen, dass über die genannten alternativen Therapien keine wissenschaftlichen Belege über eine therapeutische Wirksamkeit bestehen und somit nicht in dieser anerkannt sind. Die genannten Indikationen sind eigene Erfahrungen und nicht auf jeden anderen Fall übertragbar. Die Nebenwirkungsfreiheit kann nur bei bestimmungsgemäßen Gebrauch und nicht ausschließlich gewährt werden.
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